Trends in der Intralogistik
Die neue Ära der Intralogistik
1. Automatisierung und Robotik
Die Vielfalt der Roboter in der Intralogistik erweitert sich rasant. Führende Anbieter wie Magazino und KUKA entwickeln vielseitige Robotersysteme, die von fahrbaren Kleinteilelagern bis hin zu kollaborativen mobilen Robotern reichen. Neue Robotertypen, wie autonome Stapler für den Outdoorbereich von Linde oder Roboter-Zugmaschinen für den Hofbetrieb, erweitern kontinuierlich die Einsatzmöglichkeiten. Spezialisierte Systeme wie Reinigungsroboter und Drohnen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Reinigungsroboter werden nahtlos in Produktionsprozesse integriert und optimieren dadurch die Bedingungen für andere Systeme. Drohnen überwachen Lagerbestände und erfassen Echtzeitdaten, wodurch sowohl die Effizienz als auch die Überwachung signifikant verbessert werden.
Humanoide Roboter von Unternehmen wie Figure AI und Agility Robotics könnten zukünftig flexible Aufgaben wie Maschinenbestückung oder LKW-Be- und Entladung übernehmen. Ihre Anpassungsfähigkeit an dynamische Arbeitsumgebungen macht sie zu einer vielversprechenden Ergänzung in der Automatisierung.
2. Datengetriebene Entscheidungsfindung
Neben der Interoperabilität der Systeme ist die einfache Inbetriebnahme und Anpassbarkeit der digitalisierten Materialflüsse ein entscheidender Aspekt. Zudem sorgen die Transparenz der Materialflüsse, die staufreie Verkehrsplanung und die Reaktion auf ungeplante Ereignisse im Flottenmanagement dafür, dass Roboter und manuelle Verkehre im gleichen Fabrikbereich effizient koordiniert werden (siehe FlexGuide4).
Echtzeitdaten von Sensoren und IoT-Geräten liefern wertvolle Einblicke in Lagerbedingungen, Maschinenzustände und Bestände. Diese Daten ermöglichen dynamische Anpassungen und fundierte Entscheidungen. Durch den verstärkten Einsatz von Datenanalysen können Trends erkannt, betriebliche Engpässe vermieden und Investitionen zielgerichtet geplant werden. Diese datengetriebene Entscheidungsfindung steigert nicht nur die Effizienz, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Die gesammelten Daten bilden zudem die Grundlage für den digitalen Zwilling der Produktion, der als virtuelles Abbild Prozesse simulieren und optimieren kann.
3. Digitale Zwillinge und Simulation
Plattformen wie NVIDIA Omniverse verwenden diese Daten. Ein erstes Anwendungsbeispiel ist die Zusammenarbeit mit der KION Group, welche “Mega” nutzt, um Betriebsabläufe in Bereichen wie Einzelhandel, Konsumgüter und Paketdienste zu optimieren. Durch die Digitalisierung von Lagerhäusern als digitale Zwillinge in Omniverse können sie virtuelle Trainings- und Testumgebungen für ihre industriellen KI-Robotergehirne schaffen.
Das Forschungsprojekt TwInTraSys entwickelt digitale Zwillinge, die Echtzeitdaten, Sensordaten und KI-Algorithmen nutzen, um innerbetriebliche Transportsysteme dynamisch zu simulieren, zu planen, zu steuern und zu optimieren. Ziel ist es, durch permanente und vorausschauende Analysen die Effizienz und Flexibilität der Transportsysteme in der digitalen Fabrik nachhaltig zu verbessern.
Der digitale Zwilling fördert die Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Marktanforderungen. Durch den Einsatz solcher Technologien können Unternehmen nicht nur operative Kosten senken, sondern auch langfristige Nachhaltigkeitsziele erreichen.
4. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Ein zentraler Aspekt ist dabei die Optimierung des Energieverbrauchs und des Einsatzes von Ressourcen. Neue Technologien wie drahtlose 5G-Konnektivität reduzieren den Bedarf an Kabeln und anderen Ressourcen, wodurch Produktions- und Logistikprozesse nicht nur flexibler, sondern auch nachhaltiger gestaltet werden können. Gleichzeitig wird durch diese Technologien eine schnellere und zuverlässigere Kommunikation innerhalb der Systeme ermöglicht.
Unternehmen, die nachhaltige Logistikpraktiken implementieren, können nicht nur ihre Umweltbilanz verbessern, sondern sich auch Wettbewerbsvorteile sichern und ihre Attraktivität für Partner und Kunden steigern.
5. Cloud-Technologien
Mit der zunehmenden Digitalisierung werden Cloud-Technologien zur Automatisierung und Optimierung von Logistikprozessen mit KI unverzichtbar. Sie tragen dazu bei, Transparenz und Zuverlässigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu steigern und erhöhen die Resilienz der Systeme, indem sie eine schnelle Skalierung und Wiederherstellung bei Störungen ermöglichen. Zusätzlich sparen Unternehmen durch den Einsatz von Cloud-Lösungen Energie, da keine ressourcenintensiven On-Premise-Lösungen mehr erforderlich sind.
Fazit
Die richtige Balance zwischen technologischen Innovationen und menschlichem Know-how wird der Schlüssel sein, um die Herausforderungen dieser neuen Ära zu meistern.
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